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Phlebologie / Venenprobleme


Venenentzündung


Venenentzündungen, medizinisch Thrombophlebitis genannt, entstehen, wenn sich das Blut in den Venen staut und sich Thromben (Blutgerinnsel) bilden. Dies ist in der Regel eine Folge von Krampfadern.

Sind oberflächliche Venen entzündet, ist die betreffende Stelle schmerzhaft, überwärmt, gerötet und verhärtet. Zur Therapie werden topische schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel eingesetzt. Reichlich Bewegung sorgt für eine Verbesserung der Blutzirkulation und verhindert weitere Stauungen.

Liegen die entzündete Vene und der Thrombus tief, handelt es sich um einen Notfall, der sofortige ärztliche Behandlung erfordert. Bei der tiefen Thrombophlebitis ist der ganze Unterschenkel, das ganze Bein oder der ganze Arm geschwollen und gerötet.

Krampfadern

Krampfadern oder Varizen sind erweiterte Venen, die knotenförmig geschlängelt sichtbar unter der Haut oder auch in tieferen Geweben liegen.

Der Grund für die Erweiterungen sind schwache Venenwände, die unter dem Druck des Blutes nachgeben. In der Folge schliessen sich die Venenklappen, die den Rückfluss des Blutes verhindern sollen, nicht mehr richtig. Das Blut fliesst nicht mehr vollständig zurück zum Herzen, sondern staut sich in den Ausstülpungen.

Gefördert wird die Bildung von Krampfadern zum Beispiel durch Übergewicht, langes Sitzen oder Stehen oder zu enge Kleidung. Auch eine Schwangerschaft kann die Bildung von Krampfadern hervorrufen.

Zur Therapie werden Kompressionsstrümpfe eingesetzt sowie orale und topische Arzneimittel. Spezifische Venengels und Cremen bekämpfen den Schmerz, die Entzündung und die durch den Rückstau des Blutes hervorgerufenen Schwellungen (Ödeme).

Orale Therapie

Unter oraler Therapie versteht man die Einnahme von Medikamenten durch den Mund.

Die klassischen oralen Arzneiformen sind Tabletten, Kapseln und Dragées. Bei allen gibt es Spezialformen mit verzögerter Wirkung, sogenannte Retard-Präparate. Diese haben den Vorteil, dass sie über viele Stunden gleichmässig wirken und nur ein- oder zweimal pro Tag eingenommen werden müssen.

Topische Therapie

Unter topischer Therapie versteht man die örtliche Anwendung eines Medikaments.

Klassische Vertreter sind Salben, Cremen, Gels und Sprays. Im Falle der topischen Schmerzlinderung besteht die Kunst darin, Gels und Cremen zu entwickeln, die tief ins Gewebe eindringen und die Wirkstoffe dorthin transportieren, wo die Schmerzen bzw. Entzündungen liegen. Weil die Stellen, wo die topischen Arzneimittel aufgetragen werden, oft druckempfindlich sind, ist es ausserdem wichtig, dass die Gels und Cremen rasch eindringen, ohne dass man sie einmassieren muss. Sprays haben den Vorteil, dass man sie auch an Stellen auftragen kann, wo die Hände nicht mehr hinreichen, zum Beispiel am Rücken oder an den Schultern.