Rheumatologie / Gelenkleiden

Weichteilrheuma
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Rheumatismus oder kurz Rheuma ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten des Bewegungsapparates. Der medizinische Fachausdruck für Weichteilrheuma lautet Fibromyalgie. Darunter versteht man eine chronische, schmerzhafte Erkrankung von Muskeln, Sehnen und Bändern mit typischen Druckschmerzen an definierten Punkten, sogenannten Tender Points. Nasses und kaltes Wetter verschlimmert die Schmerzen in der Regel, während trockenes und warmes Wetter Linderung bringt.
Zur Behandlung werden körperliches Training und physikalische Therapien eingesetzt. Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit Schmerzmitteln und mit spezifischen Gels und Sprays gegen rheumatische Schmerzen.

Arthrose
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Arthrose ist eine degenerative Erkrankung des Gelenks, in deren Verlauf der Knorpel zerstört wird. Die Folgen sind Schmerzen, Entzündungen und Einschränkungen der Gelenksfunktion. Typisch sind Anlaufschmerzen zum Beispiel nach längerem Sitzen oder am Morgen beim Aufstehen. Am meisten betroffen sind Knie- und Hüftgelenke sowie die Fingergelenke. Auch die kleinen Wirbelgelenke sind häufig befallen.
Arthrose-Patienten sollten sich nicht allzu sehr schonen, sondern ihre Gelenke bewegen, damit sich der Knorpel nicht noch weiter abbaut. Damit dies möglich ist, braucht es eine gezielte Schmerztherapie. Dazu gehören orale Schmerzmittel sowie spezifische Gels und Sprays zur äusserlichen Anwendung gegen die Schmerzen und die Entzündung.

Orale Therapie
Unter oraler Therapie versteht man die Einnahme von Medikamenten durch den Mund.
Die klassischen oralen Arzneiformen sind Tabletten, Kapseln und Dragées. Bei allen gibt es Spezialformen mit verzögerter Wirkung, sogenannte Retard-Präparate. Diese haben den Vorteil, dass sie über viele Stunden gleichmässig wirken und nur ein- oder zweimal pro Tag eingenommen werden müssen.

Topische Therapie
Unter topischer Therapie versteht man die örtliche Anwendung eines Medikaments.
Klassische Vertreter sind Salben, Cremen, Gels und Sprays. Im Falle der topischen Schmerzlinderung besteht die Kunst darin, Gels und Cremen zu entwickeln, die tief ins Gewebe eindringen und die Wirkstoffe dorthin transportieren, wo die Schmerzen bzw. Entzündungen liegen. Weil die Stellen, wo die topischen Arzneimittel aufgetragen werden, oft druckempfindlich sind, ist es ausserdem wichtig, dass die Gels und Cremen rasch eindringen, ohne dass man sie einmassieren muss. Sprays haben den Vorteil, dass man sie auch an Stellen auftragen kann, wo die Hände nicht mehr hinreichen, zum Beispiel am Rücken oder an den Schultern.

Prophylaxe / Vorbeugung
Prophylaxe heisst auf deutsch Vorbeugung. Im Zusammenhang mit der Gesundheit fasst man unter diesem Begriff Massnahmen zusammen, die dazu dienen, Krankheiten und Folgekrankheiten nach therapeutischen Eingriffen zu verhindern.
Im Falle von rheumatischen Erkrankungen und Arthrose gehören zum Beispiel regelmässige körperliche Aktivitäten, wie Schwimmen, Wandern, Radfahren sowie auch tägliche Verrichtungen wie zu Fuss Einkaufen, Treppensteigen und Hausarbeiten, zur Prophylaxe. Eine vitaminreiche, gesunde Ernährung hilft, das Körpergewicht im Normalbereich zu halten. Dies, verbunden mit einer gut ausgebildeten Muskulatur, trägt viel dazu bei, dass die Gelenke gesund bleiben.

